Was ist Bitcoin – Einsteiger-Guide 2026 von Georg Menger, 21 BTC Club Logo auf dunklem Hintergrund mit orangenem Gradient

Was ist Bitcoin? Der komplette Einsteiger-Guide 2026

Bitcoin einfach erklärt: Was ist Bitcoin, wie funktioniert es, warum ist es wichtig? Ein persönlicher Guide von jemandem, der seit 2012 dabei ist.

Was ist Bitcoin? Der komplette Einsteiger-Guide 2026

Von Georg Menger – Bitcoiner seit dem 8. Oktober 2012


Du hast von Bitcoin gehört. Vielleicht von einem Freund, in den Nachrichten, oder weil dein Taxifahrer plötzlich darüber redet. Und jetzt fragst du dich: Was ist das eigentlich? Ist das seriös? Sollte ich mich damit beschäftigen?

Kurze Antwort: Ja.

Ich bin seit 2012 dabei – als Bitcoin noch bei 12 Dollar stand und die meisten Menschen dachten, das sei ein Scam oder ein Spielzeug für Nerds. Heute, über ein Jahrzehnt später, bin ich überzeugter denn je. Nicht weil der Preis gestiegen ist, sondern weil ich verstanden habe, was Bitcoin wirklich ist.

Und genau das möchte ich dir in diesem Guide erklären. Kein Marketing, keine Versprechen, keine Altcoins. Nur Bitcoin.

Bitcoin in einem Satz

Bitcoin ist digitales Geld, das niemandem gehört und deshalb allen gehört.

Kein Staat kontrolliert es. Keine Bank kann es dir wegnehmen. Kein CEO kann beschließen, mehr davon zu drucken. Es existiert als Software, betrieben von tausenden Computern weltweit, und folgt Regeln, die seit 2009 im Code festgeschrieben sind.

Warum brauchen wir überhaupt ein neues Geld?

Um Bitcoin zu verstehen, musst du zuerst verstehen, was mit unserem aktuellen Geld nicht stimmt.

Das Problem mit dem Euro (und dem Dollar)

Stell dir vor, du sparst fleißig. Du legst jeden Monat Geld auf die Seite. Aber jedes Jahr sind deine Ersparnisse weniger wert, weil die Europäische Zentralbank neues Geld druckt. Das nennt sich Inflation.

Seit der Einführung des Euro im Jahr 2002 hat er über 40% seiner Kaufkraft verloren. Was du damals für 100 Euro kaufen konntest, kostet heute deutlich mehr.

Das ist kein Bug – das ist ein Feature des Systems. Zentralbanken wollen Inflation. Sie nennen es “Preisstabilität” und zielen auf 2% pro Jahr. Klingt harmlos. Aber 2% pro Jahr bedeuten, dass sich die Kaufkraft deines Geldes alle 35 Jahre halbiert.

Mein intellektueller Namensvetter Carl Menger, der Begründer der Österreichischen Schule der Ökonomie, hat bereits im 19. Jahrhundert verstanden: Gutes Geld muss knapp sein. Genau hier kommt Bitcoin ins Spiel.

Die geniale Lösung: Digitale Knappheit

Bitcoin löst dieses Problem mit einer einfachen, aber revolutionären Eigenschaft:

Es wird niemals mehr als 21 Millionen Bitcoin geben.

Das ist im Code festgeschrieben. Unveränderlich. Egal ob der Preis bei 1.000 oder bei 1.000.000 Euro steht – es werden nie mehr als 21 Millionen existieren.

Zum Vergleich: Die Europäische Zentralbank hat allein zwischen 2020 und 2023 Billionen an neuem Geld erschaffen. Bei Bitcoin? Unmöglich.

Wie funktioniert Bitcoin technisch?

Keine Sorge, du musst kein Informatiker sein. Hier ist die vereinfachte Version:

Die Blockchain – Das Kassenbuch

Stell dir ein riesiges, öffentliches Kassenbuch vor, das auf tausenden Computern gleichzeitig gespeichert ist. Jede Transaktion, die jemals stattgefunden hat, steht darin. Und jeder kann es lesen.

Dieses Kassenbuch heißt Blockchain. Alle zehn Minuten wird eine neue Seite (ein “Block”) hinzugefügt. Und jede Seite ist mit der vorherigen kryptographisch verknüpft – deshalb “Kette” (Chain).

Mining – Wer schreibt die neuen Seiten?

Die neuen Blöcke werden von sogenannten Minern geschrieben. Das sind Computer, die komplexe mathematische Aufgaben lösen. Der erste, der die Lösung findet, darf den nächsten Block schreiben und wird dafür mit neuen Bitcoin belohnt.

Das klingt vielleicht nach Energieverschwendung. Ist es nicht. Es ist der Preis für ein System, das ohne Vertrauen in eine zentrale Instanz funktioniert. Keine Bank, kein Staat, kein CEO. Nur Mathematik und Energie.

Wallets – Deine digitale Geldbörse

Um Bitcoin zu besitzen, brauchst du eine Wallet (Geldbörse). Das ist eine Software oder ein Gerät, das deine privaten Schlüssel speichert. Diese Schlüssel sind wie das Passwort zu deinem Bitcoin.

Hier gilt die wichtigste Regel im Bitcoin-Universum:

“Not your keys, not your coins.”

Wenn du deine Bitcoin auf einer Börse (wie Kraken oder Bitpanda) lässt, besitzt du sie nicht wirklich. Die Börse besitzt sie – und du vertraust darauf, dass sie dir deine Bitcoin zurückgibt. Frag mal die FTX-Kunden, wie das gelaufen ist.

Deshalb empfehle ich jedem: Self-Custody. Nimm deine Bitcoin in die eigene Hand. Dazu mehr in einem separaten Artikel.

Die häufigsten Bedenken – und meine ehrlichen Antworten

”Bitcoin ist doch viel zu volatil!”

Ja, kurzfristig schwankt der Kurs. Manchmal heftig. Aber zoom raus: Über jeden Zeitraum von 4+ Jahren war Bitcoin das beste Investment der Menschheitsgeschichte. Keine Aktie, kein Rohstoff, keine Immobilie kommt auch nur annähernd ran.

Volatilität ist der Preis, den du zahlst, wenn du früh in eine Revolution einsteigst. Wer 2012 Bitcoin für 12 Dollar gekauft hat, hat heute keine schlaflosen Nächte wegen 20% Kursschwankungen.

”Das ist doch nur Spekulation!”

Bitcoin ist so sehr Spekulation wie eine Wohnung in Wien “Spekulation” ist. Es ist ein knappes Gut mit wachsender Nachfrage. Der Unterschied: Von Wohnungen in Wien kann man neue bauen. Von Bitcoin nicht.

Spekulation wäre es, auf die nächste Meme-Coin zu setzen. Bitcoin zu kaufen und zu halten ist eine bewusste Entscheidung, sein Geld in das härteste Asset der Menschheit umzuschichten.

”Bitcoin verbraucht zu viel Energie!”

Bitcoin verbraucht Energie, ja. Ungefähr so viel wie das Weihnachtslicht-Deko der USA. Oder ein Bruchteil dessen, was das globale Bankensystem verschlingt.

Der entscheidende Punkt: Bitcoin-Mining nutzt zunehmend erneuerbare Energie und Energie, die sonst verschwendet würde (Stranded Energy). Es gibt Miner, die überschüssige Wasserkraft in Norwegen nutzen oder Methangas abfackeln, das sonst in die Atmosphäre entweichen würde.

Die Frage ist nicht “Verbraucht Bitcoin Energie?” – die Frage ist: “Ist ein unzensierbares, dezentrales Geldsystem die Energie wert?” Meine Antwort: Absolut.

”Das nutzen doch nur Kriminelle!”

Das wird seit 2010 behauptet. Die Realität: Der Anteil illegaler Transaktionen auf der Bitcoin-Blockchain liegt laut Chainalysis bei unter 1%. Beim US-Dollar? Deutlich höher.

Bitcoin ist transparent. Jede Transaktion ist öffentlich einsehbar. Das ist das Letzte, was ein Krimineller will.

Was Bitcoin NICHT ist

Lass mich kurz klarstellen, was Bitcoin nicht ist – weil hier die meiste Verwirrung herrscht:

  • Bitcoin ist kein “Krypto”. Es gibt tausende sogenannte “Kryptowährungen”. Die meisten sind wertloser Schrott, erstellt um den Gründern Geld zu bringen. Bitcoin ist die einzige, die wirklich dezentral, sicher und seit über 15 Jahren ohne Unterbrechung läuft. Deshalb: Bitcoin-Only.

  • Bitcoin ist kein schnelles Reichwerden. Wer Bitcoin kauft, weil er hofft, nächste Woche das Doppelte zu haben, hat Bitcoin nicht verstanden. Bitcoin ist ein Sparinstrument. Ein Marathon, kein Sprint.

  • Bitcoin ist kein Unternehmen. Es gibt keinen CEO von Bitcoin. Keinen Vorstand. Keine Marketingabteilung. Bitcoin gehört niemandem – und deshalb allen.

Wie fange ich an?

Wenn du bis hierher gelesen hast und denkst “OK, das klingt interessant” – hier sind drei konkrete Schritte:

Schritt 1: Bildung

Verstehe, was du kaufst, bevor du es kaufst. Auf unserer Wissen-Seite findest du die wichtigsten Ressourcen – vom Einsteiger bis zum Fortgeschrittenen.

Schritt 2: Kaufen

Kauf deinen ersten Anteil Bitcoin. Du musst keinen ganzen Bitcoin kaufen – du kannst auch für 50 Euro anfangen. Auf unserer Empfehlungen-Seite findest du vertrauenswürdige Börsen für den DACH-Raum.

Schritt 3: Selbst verwahren

Nimm deine Bitcoin von der Börse und verwahre sie selbst. Eine Hardware-Wallet kostet 60-150 Euro und ist die beste Investition neben Bitcoin selbst. Auch dazu findest du Empfehlungen bei uns.

Mein persönliches Fazit nach 13 Jahren Bitcoin

Als ich am 8. Oktober 2012 meinen ersten Bitcoin gekauft habe, wusste ich nicht, worauf ich mich einlasse. Ich dachte, es wäre ein interessantes Experiment. Heute weiß ich: Bitcoin ist die wichtigste technologische und monetäre Innovation unserer Lebenszeit.

Es hat meine Sicht auf Geld, Staat und persönliche Freiheit grundlegend verändert. Nicht der Preis – sondern die Idee dahinter.

Bitcoin ist nicht perfekt. Es ist manchmal langsam, manchmal teuer zu transferieren, und die Lernkurve ist steil. Aber es ist das Beste, was wir haben. Und es wird jeden Tag besser.

Wenn du Fragen hast, schreib uns auf X (Twitter) oder Facebook. Wir helfen gerne.

Willkommen im Rabbit Hole. 🐇


Disclaimer: Dieser Artikel ist keine Finanzberatung. Er spiegelt meine persönliche Meinung wider, basierend auf über 13 Jahren Erfahrung mit Bitcoin. Jede Investitionsentscheidung trägst du selbst.