🇦🇹 Österreich
Seit März 2022 unterliegen Gewinne aus Bitcoin-Verkäufen der Kapitalertragsteuer (KESt) von 27,5%. Bei Kauf über regulierte Börsen (z.B. Bitpanda) wird die Steuer automatisch abgeführt. Für Bitcoin, die vor dem 1. März 2021 angeschafft wurden (Altbestand), kann unter bestimmten Bedingungen noch die alte Regelung gelten: Steuerfreiheit nach einem Jahr Haltefrist.
🇩🇪 Deutschland
In Deutschland gelten Kryptowährungen als „sonstige Wirtschaftsgüter". Das bedeutet: Wer Bitcoin länger als ein Jahr hält, kann die Gewinne komplett steuerfrei realisieren – unabhängig von der Höhe. Bei Verkauf innerhalb eines Jahres greift die Einkommensteuer, wenn die Freigrenze von 1.000€ pro Jahr überschritten wird. Das macht Deutschland für langfristige Bitcoin-Investoren besonders attraktiv.
🇨🇭 Schweiz
Die Schweiz ist für Bitcoin-Investoren attraktiv, aber nicht ganz so einfach wie oft dargestellt. Kursgewinne aus dem privaten Verkauf von Bitcoin sind tatsächlich steuerfrei – solange du nicht als gewerbsmäßiger Händler eingestuft wirst. Das ist der große Vorteil gegenüber vielen anderen Ländern.
Allerdings: Bitcoin muss als Vermögenswert in der Steuererklärung deklariert werden und unterliegt der kantonalen Vermögenssteuer. Der Steuerwert wird anhand des offiziellen Jahresendkurses der Eidgenössischen Steuerverwaltung (ESTV) berechnet. Die Vermögenssteuersätze variieren je nach Kanton zwischen 0,15% und 1% und steigen progressiv. Viele Kantone gewähren Freibeträge zwischen 50.000 und 100.000 CHF für Alleinstehende. Zug gilt als besonders kryptofreundlich. Zusätzlich wichtig: Erträge aus Mining, Staking oder Lending gelten als steuerbares Einkommen.