Wie funktioniert Bitcoin?

Von der Transaktion über das Mining bis zum Halving – so funktioniert das Bitcoin-Netzwerk unter der Haube.

Transaktionen: Von A nach B

Stell dir vor, du möchtest jemandem Bitcoin senden. Du öffnest deine Wallet-App, gibst die Empfängeradresse und den Betrag ein und bestätigst. Im Hintergrund passiert folgendes: Deine Wallet erstellt eine Transaktion und signiert sie mit deinem privaten Schlüssel – dem digitalen Beweis, dass du der Eigentümer der Bitcoin bist. Diese signierte Transaktion wird an das Bitcoin-Netzwerk gesendet.

Der Mempool: Der Warteraum

Deine Transaktion landet zunächst im sogenannten Mempool – einem Sammelbecken für alle noch unbestätigten Transaktionen. Hier warten Tausende von Transaktionen darauf, von einem Miner in einen Block aufgenommen zu werden. Je höher die Gebühr, die du zahlst, desto schneller wird deine Transaktion bearbeitet.

Mining: Die Sicherheit des Netzwerks

Miner sind spezialisierte Computer, die um das Recht konkurrieren, den nächsten Block zur Blockchain hinzuzufügen. Sie lösen dabei eine kryptographische Aufgabe (Proof of Work), die enorme Rechenleistung erfordert. Der Miner, der die Lösung zuerst findet, darf den Block erstellen und erhält dafür eine Belohnung – aktuell 3,125 BTC pro Block (seit dem Halving im April 2024).

Das Halving: Eingebaute Knappheit

Alle 210.000 Blöcke (ungefähr alle vier Jahre) halbiert sich die Block-Belohnung für Miner. 2009 waren es noch 50 BTC pro Block, heute sind es 3,125 BTC. Um 2028 wird sie auf 1,5625 BTC sinken. Dieser Mechanismus stellt sicher, dass nie mehr als 21 Millionen Bitcoin entstehen. Bis heute wurden bereits über 19,9 Millionen gemint – mehr als 95% des gesamten Angebots.

Nodes: Die Wächter der Regeln

Nodes sind Computer, die eine vollständige Kopie der Bitcoin-Blockchain speichern und jede Transaktion unabhängig überprüfen. Sie stellen sicher, dass niemand gegen die Regeln verstößt – nicht einmal die Miner. Jeder kann einen Node betreiben, und genau das macht Bitcoin wirklich dezentral. Wenn du einen eigenen Node betreibst, musst du niemandem vertrauen – du verifizierst alles selbst. „Don't trust, verify" ist das Motto der Bitcoin-Community.

Zusammengefasst: Bitcoin funktioniert durch das Zusammenspiel von drei Akteuren: Nutzer erstellen Transaktionen, Miner sichern das Netzwerk und werden dafür belohnt, und Nodes überwachen die Einhaltung der Regeln. Keine zentrale Instanz nötig.

Weiter lernen

Du verstehst jetzt, wie Bitcoin unter der Haube funktioniert. Als nächstes: Wallets & Verwahrung – wie du deine Bitcoin sicher aufbewahrst.

Weitere Themen: Was ist Bitcoin? · Bitcoin kaufen · Bitcoin vs. Gold · Steuern DACH · Mythen & Kritik